Free Porn, Viagra, Naked Girls, Alaaf.

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So. Nun sind auch schon wieder ein paar Monate vergangen, seit ich hier hereingeschaut habe und eigentlich dachte ich, daß dieser Blog aufgrund mangelnder (lies: nicht stattgefundener) Pflege so langsam aber sicher im kompletten Nirvana verschwunden sei – wer liest denn heute in diesem schnellebigen Internet noch Texte, die älter sind als zwei Minuten.

Ist er aber nicht. Der Tag mit dem meisten Traffic seit Bestehen dieses Blogs war tatsächlich erst vor kurzem, nämlich der 11. Februar – Eine zuimindest dreistellige Zahl an Hits, wegen eines Konfettibildchens und der Überschrift „Alaaf“. Danke, Google, aber wie schön wäre es, wenn einer der Texte um seiner selbst willen sich solcher beliebtheit erfreuen würde. Naja. Ich hänge vielleicht in Zukunft sicherheitshalber überall mal ein Nacktfoto mit dran.

It’s amazing how many social networks there are I have NEVER heard of. Is there a Guinness Record of „Owner of the web’s most social network profiles“?

Zwiebelkuchen

Auch wenn die ganze Bude vermutlich noch drei Tage lang ein bisschen zwiebelig riecht, kann ich das Rezept trotzdem sehr empfehlen.

200 g Magerquark
400 g Mehl
4 Eier
1 Prise Salz
8 EL Öl
6 EL Milch
1 Pkt.Backpulver
7 Zwiebeln
40 g Margarine (kann man auch weglassen)
300 ml saure Sahne
300 g Speck
300 g Gouda
Salz
Pfeffer
300 g Creme Fraiche

Teig: Den Quark, das Mehl, 1 Ei, Salz, Öl, Milch und Backpulver zu einem glatten Teig verarbeiten und in auf einem gefetteten Backblech ausrollen.
Die Zwiebeln in Scheiben schneiden und glasig dünsten. Erkalten lassen und mit der Sahne, dem Joghurt und der weichen Margarine verrühren. Den Schinken würfeln. Emmentaler in feine Streifen reiben. Zusammen mit den restlichen verrührten Eiern dazugeben und nochmals vermischen. Mit Salz und Pfeffer gut würzen. Den Belag auf dem Teig verstreichen und im auf 200° vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene 20 – 25 Min. backen.

Weitere Zutaten, als Beilagen:

Federweisser (rot)
Red Bull
Tonic
Gin
Chilischoten (mit den Fingern zerbröseln)
und diese kleinen Wodkafläschchen mit Geschmack (Geschmacksrichtung Kurant und Red Bull neutralisieren sich gegenseitig im Geschmack, falls das jemanden interessiert)

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
in allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
an Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.

Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

Dieses Gedicht heisst ‚Weltende‘ und wurde vor fast hundert Jahren geschrieben von jemandem namens Jakob van Hoddis. Wikipedia sagt, dieser Herr van Hoddis hat in Berlin gelebt, und das wiederum bringt mich zu dem Schluss: Klimawandel hin oder her, vor hundert Jahren war auch schon genau so ein Sauwetter wie heute.

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Demnächst auf flickr, bestimmt, von irgendwem:

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‚Sophie in front of the Uffici‘

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‚The Uffici viewed from the river Arno‘ (4 Versionen)

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‚Davids, uhm, … foot‘

Tief in der digitalen Fotokiste

Daß mir neulich die externe Festplatte abgerauscht ist, hat auf eine gewisse Weise auch sein gutes. Einen Teil der Daten konnte ich ja noch retten, aber die Dateibezeichnungen gingen leider alle verloren. Und manche Dateien sind auch kaputt, aber man sieht nicht, welche. Also spiele ich seit einiger Zeit immer dann, wenn ich Muße habe, Datenroulette: alles öffnen, was geht, und alles, was sich nicht öffnet: wegschmeissen. Heute bin ich bei dem Ordner mit den Bildern angelangt, und das ist fast so toll wie auf dem Dachboden zu wühlen… Hier eins der Schätzchen, das ich zutage gefördert habe.

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Mit dem Bild können vermutlich nur die Ex-Aachener was anfangen, aber die – das wette ich – waren am Vorabend dieses Bildes auch garantiert alle daran beteiligt, daß der Raum nun mal so aussah, wie er aussah. Und es sei angemerkt: diesem Bild gehen bereits drei Stunden Aufräumarbeiten voraus.

Suchbegriffsalat

Mein Lieblingstool bei WordPress ist ja die Blog-Statistik. Unglaublich, nach was Leute so alles googeln, und noch unglaublicher, daß sie dann hier landen – ich entschuldige mich bei all denen, die durch die hoffnungsfrohe Eingabe der Wortkombination ‚hey you rocksteady crew mp3‘ nicht bei Umsonst-Musik, sondern hier landen, und auch bei denen, die nach ‚Deichkind beweg dich‘ gesucht haben und dann einen Bericht über den Musikbunker in Aachen vorfinden. Beide Begriffe werden ziemlich oft gesucht, ich bin ehrlich überrascht.

Ein wenig amüsiert hab ich mich allerdings über die Person, die nach „Fotos von Kellnern aus dem White Trash“ gesucht hat – wen willst du denn sehen? Vielleicht das Emokid, das sich mit erkennbarem deutschen Akzent standhaft weigert, etwas anderes als Englisch zu sprechen? Oder die Frau mit der schwarz/platinblonden Strubbelfrisur? Notfalls wirst du hier fündig. Oder hier. (Abbildung zumindest ähnlich)

Mein Leben auf einem Mixtape. Seite A, Titel 04

2001-2003. Aachen
Røyksopp – Eple

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Die WG in Aachen. Vor Berlin der letzte Ort, der für mich ‚Zuhause‘ war. Manchmal flackert auch heute noch ein bißchen Heimweh nach diesem Ort, den es so gar nicht mehr gibt.
Mitbewohner, die einem eigentlich näher stehen als die eigene Familie, und diese Dachterrasse, auf der es unzählige Abende gab, mal mit Besuch von Freunden, mal ohne, aber immer mit Wein, Kerzen, Gesprächen unter freiem Himmel und dem Ausblick über das Frankenberger Viertel und die irgendwie doch fast ein bißchen großstädtische Bahntrasse mit den gemauerten Steinbögen.

Mein Leben auf einem Mixtape. Seite A, Titel 03

2001. Kings Cross Hotel Sydney, dienstags
Coldplay – Yellow

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2001, das Austauschsemester in Sydney, und eine ziemlich feste Truppe gitarrenmusikfreundlicher Menschen aus aller Herren länder – ich mittendrin. Der Mensch braucht Gewohnheiten, und ein halbes Jahr lang sind wir fast jeden Dienstagabend in einen bestimmten Club gegangen, der Loaded hieß und in dem hauptsächlich Britpop (so hieß das damals noch) gespielt wurde. Der Riesenhit zu dieser Zeit war dort ‚Yellow‘, und auch ein Riesenhit war dieser süße Junge, der sich immer gefreut hat wie ein Schneekönig, wenn das Lied mal wieder kam. Es kam ziemlich oft. Ein paar Wochen hintereinander habe ich ihn dort gesehen, aber als ich mir dann endlich einmal vorgenommen hatte ‚Heute abend sprichst du ihn an‘, war er nicht dort. Und auch in den Wochen danach nicht mehr… Sehr schade, und wenn ich irgendwo das Lied höre (was in letzter Zeit allerdings logischerweise selten vorkommt), denke ich ja doch noch kurz darüber nach, was wohl gewesen wäre, wenn ich es eine Woche vorher endlich hingekriegt hätte, den schönen Coldplay-Fan anzusprechen.

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